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Der Tadsch Mahal – Kunst am Pavillon

Der Wilhelmplatz, morgens Marktplatz, am Nachmittag Spielplatz für Kinder und Treffpunkt für Erwachsene, liegt mitten im Herzen des Stadtteils. Kein Ort in Nippes ist wohl bekannter. 1900 eingerichtet findet hier – einzigartig in Köln – an jedem Werktag Marktverkauf statt. 1992 wurde ein multifunktionales, in Beton gehaltenes Gebäude errichtet. Bei der Einweihung des neugestalteten Platzes sprach der damalige Oberbürgermeister Norbert Burger in seiner Rede vom „Nippeser Tadsch Mahal“.

Wie es begann

Der Tadsch Mahal vor der BemalungAm 4. Oktober 2001 beschloss die Bezirksvertretung Nippes die Verschönerung des Pavillons auf dem Wilhelmplatz mit den Zielen, den Dialog von Menschen aus verschiedenen Kulturen in Gang zu bringen, mit künstlerischen Mitteln Völkerverständigung zu fördern und ein Kommunikationsforum zwischen Bürger/innen unterschiedlicher Nationen, international schaffenden Künstler/-innen sowie Verwaltung und Politik zu schaffen. Der neu gestaltete Pavillon soll die Bürger/-innen motivieren, den Platz als Verweilort und Diskussionsforum zu nutzen. Als Projektträger und Koordinator wurde das Stadtteilbüro für Nippes beauftragt.

Finanzierung

Gülgün Basarir

Rolf Jahn

Claus Winkler (SEAK)

Die Gesamtkosten von 13.400 Euro wurden finanziert durch:

  • die Bezirksvertretung Nippes (5.500 Euro)
  • den Fonds Soziokultur (5.000 Euro)Logo Fonds Soziokultur
    www.fonds-soziokultur.de
  • das Stadtteilbüro für Nippes (2.900 Euro).

Ausschreibung

Nachdem die Finanzierung durch die Bezirksvertretung Nippes, den Fonds Soziokultur und das Stadtteilbüro für Nippes gesichert war, erfolgte eine begrenzte Ausschreibung für einen Gestaltungsentwurf in Kooperation mit den Nippeser Bürger/-innen und der Bezirksverwaltung. Dafür wurden mehrere Künstler/-innen angesprochen, von denen sich drei an der Ausschreibung beteiligten. Die Künstler/-innen stellten ihre Projektvorschläge in einer öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung Nippes im März 2003. Eine Bürgerbefragung wurde durch eine Ausstellung am 10. Juni 2003 im Bürgeramt Nippes eröffnet. An der Befragung nahmen 220 Personen teil. Sie stimmten folgendermaßen ab: Gülgün Basarir: 65, Rolf Jahn: 80, Claus Winkler (SEAK): 70. Fünf entschieden sich gegen die drei Vorschläge. Die Bezirksvertretung Nippes entschied in ihrer Sitzung vom 26. Juni 2003, dem Votum der Bürger/innen zu folgen.

Realisierung

Der Tadsch Mahal vor der BemalungVon Juli bis Anfang August 2003 setzte Rolf Jahn sein Konzept „Vögel der Welt“ am Pavillon um. Das Gesamtergebnis wurde am 9. August 2003 anlässlich eines Festes auf dem Wilhelmplatz der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

 

 

 

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